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Lehrer einladen - aber richtig!

Im Konzert der Erinnerungen haben auch Sie eine Stimme: die Lehrer. Ein guter Grund, auch sie zum Wiedersehensfest einzuladen. Allerdings sollten die alten Pädagogen nicht aus Nachlässigkeit zu Zaungästen des Klassentreffens gemacht. Mit unserem Leitfaden wird Ihnen das nicht passieren.

1. Die Grundsatzfrage: Werden Lehrer eingeladen?

Für Organisatoren, die gerade voller Schwung Mitschüler-Adressen recherchiert haben, ist das Ausfindigmachen der alten Schulmeister ein Klacks. Doch es lohnt sich, zu klären, ob tatsächlich Lehrer eingeladen werden sollen. Oder nicht. Ein Meinungsbild verschafft Klarheit. Ergänzen Sie die vorbereitete Rückantwort, mit der Ihre ehemaligen Klassenkameraden ihr Kommen zusichern sollen, um die Frage, ob sie ihre Pauker wiederzusehen wünschen. Dahinter ein Ja/Nein-Kästchen, fertig. Erst eingeladen und dann, mangels Interesse, links liegen gelassen zu werden, ist ein Erlebnis, das man den alten Lehrern erspart sollte.

2. Die Detailfrage: Welche Lehrer sollen kommen?

Unter die Ja/Nein-Frage passt bestimmt noch eine Linie für die Aufzählung der Lehrer, über deren Erscheinen sich einzelne freuen würden. Sprechen Sie, nach Rücklauf der erweiterten Klassentreffen-Zusagen, Einladungen an diejenigen Pädagogen aus, die von wenigstens zweien, besser noch dreien, ihrer ehemaligen Schüler namentlich genannt wurden. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass diese Lehrer auf der Feier von einigen sicher willkommen geheißen werden.

3. In welcher Form laden wir ein?

Falls Sie Ihren Lehrern dieselbe Einladung wie Ihren Mitschülern zukommen lassen, stellen Sie bitte ein paar persönliche Worte voran, damit sie sich von Texten à la "20 Jahre runter von der Schule - juche!" ebenfalls angesprochen fühlen. Besonders nett ist es, wenn der Adressat weiß, dass er mit Sympathie erwartet wird. Und über eine Namensliste im Vorweg freuen sich die meisten, schließlich haben sie im Laufe der Zeit viele Klassen unterrichtet und Hunderte von Schülern kommen und gehen sehen.

4. Wie sind wir gute Gastgeber?

Die Lehrer gehörten nie zur Klassengemeinschaft und zudem liegen ein bis zwei Generationen zwischen ihnen und ihren Schülern. Daher werden sie nur selten an Unterhaltungen über Gruppenerlebnisse teilnehmen können, wie sie alle anderen Anwesenden während des Treffens führen. Und das beginnt schon beim Begrüßungsgespräch. Bestimmt ist einer derjenigen, die sich auf das Wiedersehen mit dem alten Lehrer freuen, bereit, ihn in Empfang zu nehmen und ihm, als "Gastgeber für eine Viertelstunde", eine Brücke zu seiner alten Klasse zu schlagen. Als Organisatoren können Sie das mit einem Anruf noch vor dem Treffen klären.

5. Werden Reden gehalten?

Auf manchen Klassentreffen werden Reden gehalten, auf anderen nicht. Wenn Sie es tun, dann beziehen Sie doch die eingeladenen Lehrer in ihren Rückblick ein. Ein Fauxpas allerdings wäre es, sich in launigem Ton, Scherze auf ihre Kosten zu leisten, so als ob sie gar nicht da wären. Das alte Spiel "Klasse gegen Lehrer" sollte mit dem Abschlusszeugnis abgepfiffen sein. Witz und Würdigung dürfen sich in Ihrer Rede die Waage halten. Und vielleicht sind Sie ja auch neugierig, welche Erinnerungen Ihr Lehrer an diese seine Klasse hat. Bitten Sie ihn rechtzeitig, also wenigstens eine Woche vorher, um einen kleinen Redebeitrag. Auch auf diese Weise können Sie ihre alten Pädagogen ins gemeinsame Ereignis einbeziehen.

6. Wie bedanken wir uns?

Höchstwahrscheinlich haben Sie sowohl gute als auch schlechte Erinnerungen an die anwesenden Lehrer. Wenn Sie sich an diesem Abend auf die guten konzentrieren und sich vergegenwärtigen, wie viel Energie und Lebenszeit die alten Pauker auf Ihre Bildung und Erziehung aufgewendet haben, dann wird ein Gruß oder ein kurzes Gespräch Ihnen nicht zu viel erscheinen. Genau jetzt haben Sie Gelegenheit, etwas zurückzugeben, eine kleine Geschichte, ein paar Worte zu Ihrem Werdegang. Oder sogar ein Dankeschön. Indem Sie die Mühen Ihres Lehrers wertschätzen, können Sie sich auch über ihre eigenen freuen, die sie dorthin gebracht haben, wo Sie jetzt stehen - und ein bisschen stolz sein.

7. Was noch?

Wenn Sie als Organisatoren jetzt noch daran denken, auch den Lehrern, die dabei waren, ein Foto vom Klassentreffen zuzuschicken, waren Sie nicht nur gute sondern perfekte Gastgeber.

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