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Das Glück im neuen Jahr einfangen

Gerade haben wir uns zugeprostet und einander Glück gewünscht. Mit der Vorstellung, dass man geduldig abzuwarten hat, bis es an die Tür klopft. Doch Psychologen und Wissenschaftler sind sich darin einig, dass es besser ist, dem Glück entgegenzugehen. Und dass Freunde dabei helfen, es einzufangen.

Zusammen rumalbern

Martin Seligman, langjähriger Präsident der American Psychological Association und Autor des Buchs "Der Glücks-Faktor: Warum Optimisten länger leben", hält fest, dass Menschen besonders glücklich sind, wenn sie gemeinsam mit anderen über etwas scherzen. Seligman nennt Humor ein "Glückstalent", das sich mit anderen besonders gut entwickeln und ausleben lässt. Wer über die Dinge lachen kann, schlägt den Sorgen ein Schnippchen.

Einfacher werden

"Es ist einfach, glücklich zu sein. Schwer ist nur, einfach zu sein.", fasst der Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen seine Überzeugung zusammen, dass Glück, das über den Augenblick hinausreicht, etwas mit Unkompliziertheit und Einsatz zu tun hat. Nicht der passive Lottogewinn sondern einfache Aktivitäten, wie beispielsweise das Erklimmen eines Berggipfels, lösen Hochgefühle aus. Also: Schluss mit dem Grübeln und runter vom Sofa!

Neues ausprobieren

Wenn alles in festen Bahnen läuft und Routine den Alltag regiert, gibt es nicht mehr viele Momente in den man sich und seine Umwelt mit neuen Augen sieht. Was schade ist, denn genau das lässt uns lebendig und damit glücklich fühlen. Dabei ist es nie zu spät, etwas Neues zu erleben. Nehmen Sie sich etwas Zeit und denken Sie nach: Was haben Sie noch nie ausprobiert? Wann können Sie es tun?

Etwas für einen anderen tun

"Wenn ich etwas für andere tue, habe ich auch selbst ein gutes Gefühl dabei", sagt der amerikanische Psychologe Christopher Peterson und erklärt: "Es geht einmal nicht nur um die eigenen Interessen und das wird belohnt. Auf irgendeine geheimnisvolle Weise gibt selbstloses Handeln dem eigenen Leben mehr Bedeutung." Beim Gutes tun passiert auch etwas im Gehirn: Das Glückshormon Dopamin wird freigesetzt.

Danke sagen

Dankbarkeit wärmt und hellt auf. Wer sich dankbar fühlt und das auch ausdrückt, dem wird bewusst, dass er zu einem großen Netzwerk von wechselseitigem Geben und Nehmen gehören. Das lehrt der in Wien geborene Benediktinermönch David Steindl-Rast in seinen Seminaren. Seine Botschaft: "Nicht das Glücklichsein führt zur Dankbarkeit, sondern das Dankbarsein zum Glück."

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szmtag