Bewertung für Gymnasium Siegesstraße, Gymnasium, Wuppertal
Gesamtbewertung
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Horst Benscheidt(18.03.2013):
Meine Zeit an diesem Gymnasium: Von 1941-1943 nannte es sich Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, von 1943-1944 Ausweichquartier in Weimar, von…
Unterricht und Qualität der Lehrer
Schulleitung
Gebäude und Lehrmaterial
Förderung und zusätzliche Aktivitäten
Klima an der Schule
Basierend auf den Bewertungen von 18 ehemaligen Schülern.
Meine Zeit an diesem Gymnasium: Von 1941-1943 nannte es sich Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, von 1943-1944 Ausweichquartier in Weimar, von 1946 -1949 Städt. Gymnasium.
Die Leitung der Schule nach 1945 wechselte mehrfach bei unterschiedlicher Qualität.
Unterricht und Qualität der Lehrer
Die Pädagogen waren nach dem Krieg sehr unterschiedlich. Der größte Teil waren "ehrwürdige", ältere Herren. Teils konnte man noch den "Duft der Vergangenheit" riechen, teils mußten Kriegserinnerungen verarbeitet werden. Nur "Panama" Dr. Goeken war politisch neutral- Die jüngste Geschichte kam überhaupt nicht zur Sprache, stattdessen römische Geschichte etc.etc.
Klassenstärke ca. 45 Schüler.
Schulleitung
Gebäude und Lehrmaterial
Ausstattung der Zeit entsprechend.
In den Jahren 1946/47 fiel oftmals im Winter die Heizung aus, und wir haben in Jacken und Mäntel in der Klasse gesessen. Froh waren wir, wenn die Quäkerspeise ausgeteilt wurde.
Übrigens hatten wir auch teils Unterricht in der Schule Emilienstr.
War nur in der Oberstufe da, und hatte keine wirklich gute Zeit. Einige nette Lehrer gab es schon, aber einige ziemlich bonzige Schüler und genausolche Lehrer haben mir die Zeit ziemlich vermiest.
Gute Gemeinschaft, viel für dass Leben gelernt, aber baulich und vom Lehrkörper her eher starke Ähnlichkeit mit der Feuerzangenbowle. Wer Klassenstärken von 45 Schülern und fehlende Stühle/Tische und als Ersatz Fensterbänke oder auch den Papierkorb kennen gelernt hat, kann viel erzählen. Lange her und schön dass trotzdem einige Kontakte erhalten geblieben sind. Eben einfach Siegesstraße!
Unterricht und Qualität der Lehrer
Vom Hausmeister bis zu herrlichen, guten Pädagogen wie Rudolf, Klein, Platner und Albani alles Klasse. Aber auch unfähige oder gestörte Fälle wie Oehm. Lange her aber nicht vergessen.
Schulleitung
Stv. Büthe einfach gut, aber Rubarth einfach unfähig.
Gebäude und Lehrmaterial
Wie schon gesagt, eben Atmosphäre der Feuerzangelbowle. In der Oberstufe vom Keller bis zum Dach jeder Raum von 7.15 Uhr bis 18.00 Uhr belegt.
Kein Aufenthaltsraum bei mehr als 10 Freistunden die Woche. Gut dass es nette Runden (der Aufenthalt in der Schule war sogar von Rubarth untersagt)im Cafe Krämer, Bahnhofsrestaurant, dem heutigen Onkel Ludwig etc. gab. Später Stress an der Uni? Nö. Die Siegesstraße hatte uns gut vorbereitet.
Förderung und zusätzliche Aktivitäten
Da gab es im Keller vor dem Erdkunderaum ein Fotolabor. Schlüssel hatte Woischner. Nur widerwillig bekam ich den Schlüssel. Er sah es wohl als Privatbesitz an.
Klima an der Schule
Lausige Schule, aber tolles Klima. So war das in Barmen an der Siegesstraße. Das Gymnasium heißt jetzt anders, aber der Namensgeber hat nie groß davon erzählt.
Eine Gesamtbeurteilung ist nicht einfach, da ich dort nur 3 Jahre Leistung bringen durfte. Wir waren der erste Jahrgang, der in das damals neu geschaffenene Kurssystem hineingeriet, mit allen Vor- und Nachteilen. Neben einigen herausragenden Pädagogen wie Dr. Hanni Schulze mit ihrer Vorliebe für "Gustav Grünchens" und Dr. Ernst. E. Behle (Promotion über die Sprache der Hopi- Indianer) gab es auch viel Mittelmaß und einzelne Studienräte, die mit sich und anderen nicht klar kamen, wie Reichel u.a.
Unterricht und Qualität der Lehrer
Im allgemeinen ok. Bei Dr. Albani mußte ich die Segel streichen, da ich als Realschulabsolvent mit seinen lateinischen Grammatikdeklinationen nicht klarkam.
Schulleitung
Der Direx hieß nach meiner Erinnerung Rubarth. Durch seine Entscheidung konnte ich letztendlich noch drei Jahre an meine mittlere Reife dranhängen, obwohl meine Noten nicht berauschend waren und wahrlich keine Empfehlung darstellten. Entscheidend war wohl das Schreiben meines Klassenlehrers, Herrn Carstens.
Gebäude und Lehrmaterial
Ein gepflegter Altbau aus wilhelminischer Zeit, der die Bombenangriffe auf Barmen überstanden hatte. Mir gefiel insbesondere der gediegene Treppenaufgang. Bücher bekamen wir zu dieser Zeit kostenlos leihweise von der Schule.
Förderung und zusätzliche Aktivitäten
Da gab´s wohl zu meiner Zeit wenig bis nichts. Erinnern kann ich mich noch an die Fahrten zum "Schwimmspocht".
Klima an der Schule
Das Klima war ganz in Ordnung, wenn man bedenkt, daß unsere Jahrgänge in diesem Zeitrahmen mitten in der Pubertät steckten und auch ich mein Päckchen zu tragen hatte. Wir haben privat einiges zusammen verbockt und Schule auch mal Schule Schule sein lassen, vor allem bei ungünstig gelegenen Nachmittagsterminen. Dann ging´s nach Hause oder in die nahe gelegene Barmer Bahnhofsgaststätte !
Ich gebe im Großen und Ganzen meinem Vorredner "Achim Rottsieper" recht! ich ergänze die Liste der guten Lehrer um:
- Frau Dr. Schulze
- Frau Hallup (Scheidtstr. in Ronsdorf)
- die rotharige Spanisch-Lehrerin in der Siegesstr... Wow!
Darüber hinaus empfinde ich es als unglaublich, daß die Schulleitung es zugelassen hat, daß der Wiso-Unterricht durch politisch befangene Pädagogen gedultet wurde!
Herr Pfeiffer (mit 3F) gehört gewiß nicht in die Funktion eines Pädagogen!
Unterricht und Qualität der Lehrer
überwiegend schlecht, weil die Schulleitung zu meiner Zeit nicht dazu in der Lage gewesen ist, Risiken im Lehrpersonal zu erkennen!
Schulleitung
s.o.
Gebäude und Lehrmaterial
durchscnittlich, ... allerdings fehlt mir ein sinnvoller Vergleich.
Förderung und zusätzliche Aktivitäten
mangelhaft!
Klima an der Schule
asozial:
Grund dafür:
u.a.: Pfeiffer, der aufgrund seines inkompetenten Verhaltens ständig für unruhe gesorgt hat!
Ich bin insgesamt gut aufs Studium vorbereitet worden (Abi 1969). Besonders schätzte ich neben meinem Klassenlehrer Dr. Klein die Herren Dr. Plathner (Latein), Vrenegor (Engl.+Franz.), Fescharek (Sport), Remark (Bio u. zeitw. Sport)und Pfinow (Erdk.), ganz besonders Gymn.-Pfr.W.Moll (k.Rel.)sowie Herrn OStD Dr. Rubarth als Musiklehrer. Jetzt unterrichte ich selbst an einem Gymnasium kath. Religionslehre und Erdkunde.
Unterricht und Qualität der Lehrer
Damals war eine individuelle Förderung bei einer Klassenstärke von 16 Schülern fast selbstverständlich...
Schulleitung
Als Musiklehrer war er besser denn als Direktor, den er m. E. zu oft "heraushängen" ließ.
Gebäude und Lehrmaterial
Es war eher in jeder Hinsicht bescheiden...
Förderung und zusätzliche Aktivitäten
AG`s gab es wenige - vorwiegend im musikalischen Bereich; individuelle Förderung im Unterricht aber sehr wohl.
Klima an der Schule
Man konnte sich schon insgesamt wohl fühlen, aber man vergaß nie, dass der Schulbesuch mit der täglichen Pflicht zu tun hatte.
Damit die Schule hier nicht zu gut wegkommt, bringe ich mich doch noch ein.
Fazit: Jedes andere Gymnasium wäre wahrscheinlich besser gewesen!
Ich jedenfalls habe meine Kinder aus gutem Grunde nicht in diese Schule geschickt.
Damit die Schule hier nicht zu gut wegkommt, bringe ich mich doch noch ein.
Fazit: Jedes andere Gymnasium wäre wahrscheinlich besser gewesen!
Ich jedenfalls habe meine Kinder aus gutem Grunde nicht in diese Schule geschickt.
Diese Frage taugt nichts, ich kann nur die folgenden Einzelpunkte zu einem gesamten 'gut' zusammenfassen, was sich offensichtlich erübrigt hätte.
Unterricht und Qualität der Lehrer
Bis auf vernachlässigbare Ausnahmen hat man bei unseren Lehrern sehr viel gelernt und wurde glänzend vorbereitet auf das Studium (eines jeden Faches, das zeigte sich schnell auf der Universität). Es ging um das Verstehen und Können, nicht um das Auswendiglernen von Unverstandenem. Allerdings spreche ich von der Zeit bis 1966, und es ist für mich ein Witz, wenn einige unserer größten Nieten als gute Lehrer beurteilt werden - war es danach wirklich so schlimm? Wenigstens nenne ich einmal ein paar der über...
Schulleitung
Die Schulleitung (Dr. Neuhaus!) war ihrer Zeit voraus, effizient und mit liberalem Weitblick und 'Rückgrat'. Das trug der Schule damals einen 'schlechten Ruf' ein, was ich schon als Schüler lächerlich fand.
Gebäude und Lehrmaterial
Die Ausstattung war in Ordnung, die Räume hell und schön, die Sammlungen von Physik und Chemie sehr brauchbar, die Turnhalle ausgezeichnet.
Förderung und zusätzliche Aktivitäten
Es gab sehr feine Theater-Arbeitsgemeinschaften und unter Herrn Neuheuser ein reges musikalisches Leben, dazu einen guten Schulsport mit Extra-Angeboten. Lehrer bemühten sich mit Erfolg, geeignete Schüler für Nachhilfen zu rekrutieren. Ich denke allerdings, dass man heute ein wenig intensiver über die Heranführung zunächst Schwächerer nachdenken würde. (Daher nur 'eher gut'.)
Klima an der Schule
Die großzügige Liberalität - und zutiefst menschliche Warmherzigkeit (sic!) der meisten Lehrer und die Kameradschaft der Schüler untereinander sorgten für ein ausgezeichnetes Klima (der Geist der frühen Bunderepublik war da durchaus beschränkter und enger).
Die alten Lehrer ohne Pädagogik Kenntnisse waren super (Albani, Büthe, Pfinow, Klein) Die jungen, neuen Lehrer waren schlichtweg schlecht.
Unterricht und Qualität der Lehrer
Am meisten amüsieren mich die Lehrer, die Freund der Schüler sein wollten und diejenien, die Stoff aus der 5. Klasse in der 13. Klasse wiederholten (Lemmer).
Schulleitung
Rubarth regierte zwar mit Angst und Schrecken, hatte aber wenigstens eine Linie. Man wußte, wo man dran war.